Beiträge von Walter Albrecht

    In kürzester Zeit erscheinen auffällig unauffällig gekleidete Männer und begeben sich zur Delegation der SDR. Nach einer kurzen Besprechung brechen diese auf. Sie wurden von Albrecht dazu beauftragt, die Erkenntnisse aus der KI weiterzuleiten.


    Genosse Hennessy, wie geht es Eurem Servant und seiner Familie?

    Hakt dazwischen.


    Ich glaube, die Einstimmigkeit in dieser Angelegenheit dürfte auf der Hand liegen. Ich möchte vorschlagen, die beschlossene Tagesordnung abzusetzen. Wir müssen die Äußerungen der aurorischen Genossen in der Kommunistischen Internationalen und das zurzeitige Sicherheitsrisiko besprechen. Spätestens jetzt sollten wir die Genossen der NVA hinzuziehen.

    Der offensichtlich nervöse Albrecht kratzt sich am Kopf und schaut kurz zur Genossin Mannwald. Dann antwortet er zwar ins Plenum, richtet sich aber vor allem an die Genossin Sekretärin, damit diese die nötigen Hebel in Bewegung setzt.


    Dann macht es keinen Sinn, die aktuelle Tagesordnung der Politbürositzung weiter zu verfolgen. Genossin Mannwald, kontaktieren Sie den Genossen Generalsekretär. Der soll die Genossen Generäle einladen.


    Er dreht sich nun wieder zu den Genossinnen und Genossen Mitglieder der KI.


    Wir brauchen ungefähr einen halben Tag.

    Die Pläne des Politbüros gehen in die Richtung, die Grenzsicherung massiv aufzurüsten. Könnt Ihr Euch vorstellen, euch in irgendeiner Weise an dieser Aktion zu beteiligen? Ich will mich nicht in die Angelegenheiten der Nationalen Volksarmee einmischen, aber...


    Albrecht räuspert sich theatralisch.


    ...auf die Genossen Generäle hören wir anscheinend eh nicht mehr. Also, ich will mich nicht in die Angelegenheiten der NVA einmischen, aber vielleicht ist an unserer Grenze auch eine gemeinsame Aktion der Staaten des Martinsthaler Vertrages ganz angebracht. Vielleicht könnt ihr uns auch technisch so weit unterstützen, dass die Grenze und die Gerätschaften hinter der Grenze eine Abschreckung für die Faschisten darstellt.


    Der Außenminister macht eine etwas längere Pause und fügt dann hinzu:


    Einen tatsächlichen Angriffskrieg planen wir nicht, Genosse. Ihr ja auch nicht, oder?

    Bekanntmachung

    zur aktuellen Sitzung der Kommunistischen Internationalen


    Das Außenministerium der Schwyzerischen Demokratischen Republik gibt hiermit bekannt, dass sich die Kommunistische Internationale des Martinsthaler Vertrages mit den jüngsten Aggressionen des faschistischen Kaiserreiches Dreibürgen auseinandersetzt und über Schutzmaßnahmen berät. Für die Schwyzerische Demokratische Republik nehmen Walter Albrecht und Klaudia Mannwald an der Sitzung teil.


    AUßENMINISTERIUM DER SDR
    01/10/2016
    SS74TKR

    Liebe Genossinnen und Genossen, in Anbetracht der sehr ernst zu scheinenden Bedrohung möchte ich für die Beantragung dieser Sitzung und die von Euch vorgetragenen Informationen bedanken. Ich werde sie so an die zuständigen Stellen der staatlichen Organe der Schwyzerischen Demokratischen Republik und der Partei weiterleiten.


    Welche Sofortmaßnahmen schlagt ihr vor?

    Lieber Genosse, wir sind euch wegen eurer Solidarität sehr dankbar. Das Politbüro berät zurzeit über Maßnahmen als Reaktion auf den faschistischen Putsch in Dreibürgen. Wir sind auf Aggressionen vorbereitet, direkte Kriegsvorbereitungen sind aber keine getroffen worden. Sowas planen wir auch gar nicht. Wie sicher ist eure Annahme, dass das faschistische Kaiserreich einen Schlag gegen uns vorbereitet?

    Stellungnahme

    zum faschistischen Putsch im Kaiserreich Dreibürgen


    Das Außenministerium der Schwyzerischen Demokratischen Republik drückt im Namen aller staatlichen Organe der Schwyzerischen Demokratischen Republik aus, dass die Lage im Kaiserreich Dreibürgen nach dem faschistischen Gotha-Putsch mit größter Aufmerksamkeit verfolgt wird. Die Unübersichtlichkeit und Gefährlichkeit der Lage in Dreibürgen und somit auch an den Grenzen der Schwyzerischen Demokratischen Republik stellt eine Bedrohung der Sicherheit der Schwyzerischen Demokratischen Republik dar. Aus diesem Grund behalten sich die staatlichen Organe der Republik Maßnahmen in Reaktion auf den faschistischen Putsch in Dreibürgen vor.


    AUßENMINISTERIUM DER SDR
    01/10/2016
    MA74UE8

    Das werden wir so oder so. Für unsere eigene Erklärung und Verurteilung des Putsches sollten wir eh den Kontakt zu ebenfalls nichtsozialistischen Staaten suchen. Ich glaube, dass wir in dieser Situation, in der Dreibürgen ist, genug nichtsozialistische Staaten finden, die Dreibürgen die Unterstützung entziehen. Langfristig müssen wir schauen, dass der dreibürgische Adel unter dem Putsch leidet und das Proletariat erstarkt.

    Das sehe ich anders. In der Nordantikaerklärung ist die Rede davon, dass man die rechtmäßige Reichsregierung unterstütze und da wird sogar der Reichskanzlerin Unterstützung ausgesprochen. So weit gehen wir sicher nicht, nach all der Kriegsreiberei , die die Partei der Reichskanzlerin beschlossen und durchgeführt hat. Wir brauchen viel mehr eine Erklärung, die den Kampf gegen den Faschismus und Kolonialismus betont.

    Das geht mir hier alles zu schnell. Die erste Frage, die wir uns stellen müssen, ist die folgende. Wollen wir uns der Nordantikaerklärung anschließen oder eine eigene Erklärung verfassen und dabei so viele Staaten wie möglich in das Boot holen? Ich spreche mich für letzteres aus.